\documentclass[a4paper,12pt,twoside]{article} \usepackage[latin1]{inputenc} \usepackage{ngerman} \usepackage{graphicx} \usepackage{subfigure} \usepackage{a4wide} \usepackage{esvect} \usepackage{pstricks} \usepackage{pst-plot} \usepackage{pstricks-add} \usepackage{multicol,epsf} \usepackage{ae,aecompl} \usepackage{helvet} \usepackage[latin1]{inputenc} \usepackage{amsmath} \usepackage{amssymb} \usepackage{bm} \usepackage{bbm} \usepackage[mathcal]{euscript} \usepackage[T1]{fontenc} \usepackage{hyperref} \definecolor{linkcolor}{rgb}{0,0,0} \hypersetup{colorlinks=true, breaklinks=true, linkcolor=linkcolor, menucolor=linkcolor, urlcolor=linkcolor, citecolor=linkcolor, bookmarksopen=true, bookmarksnumbered=false} \numberwithin{equation}{section} \numberwithin{figure}{section} \pagestyle{headings} \begin{document} \newcommand{\diff}[1]{ \, \mathrm{d} #1 \, } \newcommand{\re}{ R \! \hspace{1mm} \! e } \newcommand{\st}{ S \! \hspace{1mm} \! t } \newcommand{\uu}{ \mathbf{u} } \newcommand{\rot}{ \mathrm{rot} } \newcommand{\dd}{ \mathbf{d} } \newcommand{\jj}{ \mathbf{j} } \newcommand{\fl}{ \mathbf{f}_\mathrm{L} } \newcommand{\xx}{ \mathbf{x} } \newcommand{\FL}{ \mathbf{F}_\mathrm{L} } \newcommand{\BB}{ \mathbf{B} } \newcommand{\ww}{ \boldsymbol{\omega} } \newcommand{\er}{ \, \widehat{\mathbf{e}}_\mathrm{r} } \newcommand{\ez}{ \, \widehat{\mathbf{e}}_\mathrm{z} } \newcommand{\ephi}{ \, \widehat{\mathbf{e}}_\phi } \newcommand{\vektor}[3]{ \begin{pmatrix} #1 \\ #2 \\ #3 \end{pmatrix} } %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% % Titelseite % %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \normalsize \rule{0mm}{0,4cm} \thispagestyle{empty} \begin{figure}[htbp] \centering \includegraphics[scale=0.4]{DLR.png} \label{DLR} \end{figure} \normalsize \begin{center} \Huge Versuch 3 \\[5mm] \Huge {\bf Magnetohydrodynamische Gerinneströmung} \end{center} \normalsize \vspace{5mm} \centerline{\epsfysize=2cm \hfill {\bf Strömungsmechanisches Praktikum} \hfill \epsfxsize=2cm} \centerline{\epsfysize=2cm \hfill des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt \hfill \epsfxsize=2cm} \centerline{\epsfysize=2cm \hfill Georg-August-Universität Göttingen \hfill \epsfxsize=2cm} \vspace{10mm} \begin{center} 20. August 2008 \end{center} \vspace{7mm} \begin{center} \begin{tabular}{rl} \rule{5cm}{0mm} & \rule{5,5cm}{0mm} \\ {\it Praktikanten } \ \ & {\bf Johannes Dörr} \\ & \href{mailto:mail@johannesdoerr.de} {mail@johannesdoerr.de} \\ & \href{http://physik.johannesdoerr.de} {physik.johannesdoerr.de} \vspace{2mm} \\ & {\bf Jan Schumann-Bischoff} \\ & \href{mailto:jansb.stud@googlemail.com} {jansb.stud@googlemail.com} \\ \rule{5cm}{0mm} & \rule{5,5cm}{0mm} \\ {\it Durchführung } \ \ & am 19.08.2008 \\ \rule{5cm}{0mm} & \rule{5,5cm}{0mm} \\ {\it Betreuer } \ \ & Andreas Westhoff \\ \rule{5cm}{0mm} & \rule{5,5cm}{0mm} \\ \end{tabular} \end{center} \newpage %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% % Inhaltsverzeichnis % %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \tableofcontents \newpage %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% % (Dokument) % %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% %%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \section{Einleitung} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Dieser Versuch soll einen kleinen Einblick in grundlegenste Phänomene der Magnetohydrodynamik geben. Es soll die Wirkung von elektrischen und magnetischen Feldern auf eine ionisierte Flüssigkeit untersucht werden. %%%%%%%%%%%%%%%%% \section{Theorie} %%%%%%%%%%%%%%%%% %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \subsection{Versuchsaufbau} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% In diesem Versuch soll die Fließgeschwindigkeit $u$ von Schwefelionen in einem ringförmigen Kanal bestimmt werden (siehe Abb. \ref{fig:aufbau}). \begin{figure}[htbp] \centering \includegraphics[width=0.70\textwidth]{Bilder/aufbau.PNG} \caption{Versuchsaufbau} \label{fig:aufbau} \end{figure} Zwischen den Polen ist eine Spannung angelegt. Aufgrund der Schwefelionen wird ein Elektrolysestrom $I_\mathrm{E}$ zwischen den Polen fließen. Unter dem Kanal befindet sich eine Spule, welche ein $B$-Feld senkrecht zur Kanaloberfläche erzeugt, welches proportional zum durch die Spule fließenden Strom $I_\mathrm{M}$ ist. Dadurch wirkt die Lorentzkraft senkrecht zum $B$- und $E$-Feld auf die Ionen. Diese bewegen sich somit in Umlaufrichtung des Kanals. %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \subsection{Beziehung zwischen $B$-Feld und Geschwindigkeit} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Unser Fluid besteht aus mit der Ladung $q$ geladenen Atomen, welche sich mit der Geschwindigkeit $\uu$ bewegt. Auf diese wirkt die Lorentzkraft \begin{equation} \FL=q\cdot \uu \times \BB \ . \label{eq:lorentz} \end{equation} Um diese Kraft in die Navier-Stokes Gleichung einsetzen zu können, muss sie pro Volumen $V$ formuliert werden ($\rho_\mathrm{L}=Q/V$ ist die Ladungsdichte, $\jj=\rho_\mathrm{L}\cdot \uu$ ist die Stromdichte), also \begin{equation} \fl=\frac{\FL}{V}=\frac{Q}{V}\uu \times \BB=\rho_\mathrm{L}\uu \times \BB=\jj \times \BB \ . \label{eq:lorentz_norm} \end{equation} Wir betrachten die Navier-Stokes Gleichung, wobei auf die Flüssigkeit die auf das Volumen normierte Kraft $\fl$ wirkt. Dabei verwenden wir die allgemein gültigen Identitäten $\rot(\nabla \dd)=0$ und $(\dd\cdot \nabla)\dd=1/2\nabla \dd^2 - \dd \times \rot \, \dd$ ($\rho$ ist die Dichte, $\eta$ ist die dynamische Viskosität, $p$ ist der Druck). Der Laplace-Operator auf eine vektorwertige Größe angewand ist so zu verstehen, dass dieser auf jede Komponente angewand werden muss: \begin{align} \partial_t \uu + (\uu \cdot \nabla)\uu &= -\frac{1}{\rho}\nabla p+\frac{\eta}{\rho}\Delta \uu + \frac{1}{\rho}\fl \notag \\ \Rightarrow \partial_t \uu + \frac{1}{2}\nabla \uu^2 - \uu \times \rot \, \uu &= -\frac{1}{\rho}\nabla p+\frac{\eta}{\rho}\Delta \uu + \frac{1}{\rho}\fl \notag \\ \Rightarrow \partial_t \rot \, \uu + \frac{1}{2}\underbrace{\rot (\nabla \uu^2)}_{=0}-\rot(\uu\times\rot \, \uu) &= -\frac{1}{\rho}\underbrace{\rot(\nabla p)}_{=0} + \frac{\eta}{\rho}\rot \Delta \uu + \frac{1}{\rho}\rot \, \fl \notag \\ \Rightarrow \partial_t \rot \, \uu &= \rot(\uu\times\rot \, \uu) + \frac{\eta}{\rho} \Delta \, \rot \, \uu + \frac{1}{\rho}\rot (\jj \times \BB) \label{eq:navier_versuch_kart} \end{align} Aus dem Versuchsaufbau ist zu erkennen, dass die Winkelgeschwindigkeit nur in $z$-Richtung zeigt (die $z$-Richtung sei senkrecht zum Umlaufsinn der Flüssigkeit gewählt), also $\omega=(0,0,\omega)$. Ein beliebiger Punkt sei $\xx=(x,y,z)$. Für die Geschwindigkeit gelte weiterhin $\uu=\vec{\omega}\times \xx=(0,0,\omega)\times \xx$. Daraus folgt \begin{equation} \rot \, \uu= \rot \! \left( \vektor{0}{0}{\omega}\times \vektor{x}{y}{z}\right)=\rot \! \vektor{-\omega y}{\omega x}{0}=\vektor{0}{0}{2\omega}=2\vec{\omega} \ . \label{eq:zw1} \end{equation} Aufgrund der Rotationssymmetrie unseres Versuchs ist es weckmäßig Zylinderkoordinaten $(r,\phi, z)=r\er + \phi\ephi + z\ez$ einzuführen. Dabei sei $r$ der Radius, $\phi$ der Winkel und $z$ die Komponente senkrecht zum Umlaufsinn der Flüssigkeit. Aus dem Versuchsaufbau folgt sofort, dass $\BB=B\ez$ und $\jj=j\er$ ist. Dabei wird $\jj$ durch der Elektrolysestrom $I_\mathrm{E}$ verursacht. Da \eqref{eq:zw1} nur in der $z$-Komponente von Null verschieden ist, gilt diese Gleichung mit den selben Komponenten auch in Zylinderkoordinaten. Aus \eqref{eq:navier_versuch_kart} folgt damit: \begin{equation} 2\partial_t \vec{\omega}=2 \, \rot \! (\uu\times \vec{\omega})+\frac{2\eta}{\rho}\Delta \vec{\omega} +\frac{1}{\rho}\rot \! \vektor{0}{-Bj}{0} \ . \label{eq:navier_versuch_zylinder} \end{equation} Wir können folgende Annahmen machen: \begin{itemize} \item Die Strömung ist stationär, also \begin{displaymath} \partial_t \vec{\omega}=0 \ . \end{displaymath} \item Aufgrund der Symmetrie des Aufbaus ist $\vec{\omega}$ unabhängig von $\phi$ und $z$, also \begin{align*} \partial_\phi \vec{\omega} &= 0 \\ \Rightarrow\partial_{\phi \phi} \vec{\omega} &= 0 \end{align*} und \begin{align*} \partial_z \vec{\omega} &= 0 \\ \Rightarrow\partial_{zz} \vec{\omega} &= 0 \ . \end{align*} \end{itemize} Wir betrachten jetzt die $z$-Komponente von \eqref{eq:navier_versuch_zylinder} und erhalten\footnote{Der Laplaceoperator in Zylinderkoordinaten ist gegeben durch $\Delta f(r,\phi,z)=\frac{1}{r}\partial_r(r\partial_rf) + \frac{1}{r^2}\partial_{\phi \phi}f+\partial_{zz}f$. Mit den von uns gemachten Annahmen über $\omega$ lautet er in diesem Spezialfall $\Delta\omega(r,\phi,z) = \frac{1}{r}\partial_r \omega + \partial_{rr} \omega$. Weiter ist die $z$-Komponente der Rotation gegeben durch $\rot_z \mathbf{f}(r,\phi,z)=\frac{1}{r}\left[\partial_r(r f_\phi) - \partial_\phi f_r\right]$.}: \begin{align} \partial_t \omega &= \rot_z \! \vektor{\omega^2r}{0}{0} + \frac{1}{2\rho}\rot_z \! \vektor{0}{-jB}{0} + \frac{\eta}{\rho}\Delta \omega \notag \\ 0 &= -\frac{1}{r}\partial_\phi(\omega^2r)-\frac{1}{2\rho r}\partial_r(rjB)+\frac{\eta}{\rho}\left[\frac{1}{r}\partial_r\omega+\partial_{rr}\omega\right] \ . \label{eq:zw2} \end{align} Da stehts $\vec{\omega} \bot \xx$ ist, folgt für den Betrag der Geschwindigkeit $u=|\uu |=\omega \cdot r$. Damit und mit den von uns gemachten Annahmen vereinfacht sich \eqref{eq:zw2} weiter zu \begin{align} jB &= 2\eta \cdot \frac{u}{r^2} \notag \\ \Rightarrow u &= \frac{r^2}{2\eta}jB \ . \label{eq:final} \end{align} Da die $B$-Feldstärke proportional zum Spulenstrom $I_\mathrm{M}$ und die Stromdichte $j$ proportional zum Elektrolysestrom $I_\mathrm{E}$ ist, folgt aus \eqref{eq:final} \begin{align} u & \propto \frac{r^2}{2\eta}I_\mathrm{M}I_\mathrm{E} \notag \\ \Rightarrow u &= \alpha \frac{r^2}{2\eta}I_\mathrm{M}I_\mathrm{E} \ . \label{eq:final2} \end{align} \newpage %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \section{Durchführung} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Die Strömungsgeschwindigkeit wird mit Hilfe eines modifizierten Ampèremeters gemessen. Dabei ist der Zeiger mit einer kleinen Kugel verbunden, die in die Flüssigkeit eingetaucht wird. Je nach Strömungsgeschwindigkeit wird dadurch der Zeiger aus seiner Stellung ausgelenkt. Lässt man einen Kompensationsstrom $I_\mathrm{K}$ durch das Messgerät fließen, so bewegt sich der Zeiger zurück auf seine ursprüngliche Position. Durch eine Eichmessung kann dann zu späteren Zeitpunkten von dem Kompensationsstrom auf die Geschwindigkeit geschlossen werden. Bei der Eichmessung wird der ringförmige Kanal mit Hilfe eines Motors gedreht und dabei der Strom $I_\mathrm{K}$ so eingestellt, dass der Zeiger wieder auf seiner Ausgangsposition steht. Dieser Wert wird zusammen mit der Drehzahl notiert. Bei der eigentlichen Messung wird für verschiedene Werte für $I_\mathrm{E}$ jeweils eine Messreihe für den nötigen Kompensationsstrom $I_\mathrm{K}$ in Abhängigkeit von $I_\mathrm{M}$ aufgezeichnet. \numberwithin{figure}{subsection} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \section{Auswertung} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%% %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \subsection{Kalibrierkurve} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Auf Grund eines Defekts der Apparatur könnten wir die Kalibrierkurve nicht selbst aufzeichnen und greifen stattdessen auf Vorgängerdaten zurück. Es wurde der Kompensationsstrom $I_\mathrm{K}$ für verschiedene Fließgeschwindigkeiten $u$ aufgenommen. In Abbildung \ref{fig:kalibrierkurve} ist $u$ in Abhängigkeit von $I_\mathrm{K}$ aufgetragen. Die lineare Regression ergibt eine Steigung von \begin{align} 0.23(3) \, \frac{\mathrm{m}}{\mathrm{s} \! \cdot \! \mathrm{mA}} \ . \end{align} \begin{figure}[htbp] \centering \includegraphics[width=0.80\textwidth]{Bilder/Kalibrierkurve.png} \caption{Geschwindigkeit in Abhängigkeit vom Kompensationsstrom} \label{fig:kalibrierkurve} \end{figure} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \subsection{Messung} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Der Zusammenhang zwischen $u$ und $I_\mathrm{E}$ bei konstantem $I_\mathrm{M}$ sowie zwischen $u$ und $I_\mathrm{M}$ bei konstantem $I_\mathrm{E}$ ist laut Gleichung \eqref{eq:final2} linear. Um dies experimentell zu bestätigen, wurden bei verschieden (konstanten) Werten für $I_E=2.3 \mathrm{A}, 2 \mathrm{A}, 1.75 \mathrm{A}, 1.5 \mathrm{A}$ und $1.25 \mathrm{A}$ jeweils Messungen von $I_\mathrm{K}$ in Abhängigkeit von $I_\mathrm{M} = 2 \mathrm{A}, 1.75 \mathrm{A}, 1.5 \mathrm{A}, 1.25 \mathrm{A}$ und $1.1 \mathrm{A}$ durchgeführt. \begin{figure}[htbp] \centering \includegraphics[width=1\textwidth]{Bilder/u-IE.jpg} \caption{Geschwindigkeit in Abhängigkeit von $I_\mathrm{E}$ für verschiedene $I_\mathrm{M}$.} \label{fig:uie} \end{figure} Abbildung \ref{fig:uie} zeigt $u_{I_\mathrm{M}}(I_\mathrm{E})$, Abbildung \ref{fig:uim1} zeigt $u_{I_\mathrm{E}}(I_\mathrm{M})$. Dabei wurde aus $I_\mathrm{K}$ mit Hilfe der Steigung aus dem vorigen Abschnitt die jeweilige Geschwindigkeit $u$ errechnet. Die linearen Fits gehen dabei per Vorgabe durch Null, da wir einen linearen Zusammenhang erwarten. Leider sind unsere Messwerte sehr verstreut und lassen nicht unbedingt einen linearen Zusammenhang vermuten. Dies haben wir jedoch bereits bei der Versuchsdurchführung erwartet (siehe Diskussion, Abschnitt \ref{sec:Diskussion}). Abbildung \ref{fig:uim1} zeigt noch einmal $u_{I_\mathrm{E}}(I_\mathrm{M})$, jedoch gehen hier die Regressionsgeraden nicht durch Null. Man sieht, dass die Steigungen zwar mit größer werdendem $I_\mathrm{E}$ auch größer werden, jedoch scheint ein additiver Fehler vorzuliegen, denn die Geraden müssten in derselben Reigenfolge übereinander liegen. \begin{figure}[htbp] \centering \includegraphics[width=1\textwidth]{Bilder/u-IM1.jpg} \caption{Geschwindigkeit in Abhängigkeit von $I_\mathrm{M}$ für verschiedene $I_\mathrm{E}$.} \label{fig:uim1} \end{figure} \begin{figure}[htbp] \centering \includegraphics[width=1\textwidth]{Bilder/u-IM2.jpg} \caption{Geschwindigkeit in Abhängigkeit von $I_\mathrm{M}$ für verschiedene $I_\mathrm{E}$, dabei gehen die Regressionsgeraden nicht durch den Ursprung} \label{fig:uim2} \end{figure} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \section{Diskussion \label{sec:Diskussion}} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Unsere Messwerte lassen leider einiges zu Wünschen übrig. Schon bei der Durchführung ist uns aufgefallen, sich das Messgerät bei Einstellung des Kompensationsstroms sehr träge verhält und man somit leicht wesentlich größere oder kleinere Ströme einstellt, wenn man nicht lange genug abwartet. Abgesehen davon braucht die Flüssigkeit auch lange, bis man einen stationären Zustand erhält. Jedoch hat insgesamt auch sehr langes Warten nicht ausgereicht, um vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Uns fällt schwer, anzugeben, worin diese schlechten Resultate begründet liegen, ob vielleicht sogar eines der Komponenten nicht richtig funktioniert hat, zum Beispiel etwa der Geschwindigkeitsmesser. \end{document}